Pressestimmen
Von ganz anderem Kaliber war das Spiel von Natalia Ryabkova. Die junge Russin, die an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg studiert, ist eine Virtuosin von beachtlichem Format.
Wo ihre Mitbewerber auf Nummer sicher gingen, suchte sie die musikantische Herausorderung, spielte kräftig zupackend, erregend und mitreißend, brachte den tänzerischen Elan des Finale in besten Schwung. Dabei dialogisierte, kommunizierte sie mit dem Orchester, dass es ein Hochgenuss war. Aber auch beim vorangegangenen Solospiel an der Voit-Orgel hinterließ Natalia Ryabkova starke Eindrücke, vor allem mit Regers Phantasie und Fuge über "B-A-C-H".
Rainer Köhl, Rhein-Neckar-Zeitung
Die Vita von Natalia Ryabkova weist eine ganze Reihe von Wettbewerbssiegen auf, zuletzt in diesem Jahr beim Internationalen Orgelwettbewerb Zürich. Das ließ schon einmal spieltechnisch hohe Qualität erwarten, ein Anspruch, den die Konzertorganistin in ihrem Virtuosenprogramm mit Bach, Liszt und Duruflé mühelos einlöste. Darüber hinaus brachte sie aber auch einen individuellen Personalstil ein, der gekennzeichnet ist von starker Dynamik, zügigen Tempi, unakademischer Lebendigkeit, einigem Orgeltemperament und emotional gefärbter Zugangsweise zu den Werken.
Roswitha Frey, Badische Zeitung
Auch Ryabkovas Bach-Spiel hat unverkennbar eigenes Profil. Ihr persönlich geprägter Vortragsstil in den freien Werken ist sehr motorisch und durchgängig dynamisch, stellt im Tempo nicht unbedingt die gemäßigte deutsche Auffassung dar, sondern eine spannungsvolle Synthese aus Werktreue und unakademisch lebhafter Gestaltung: gut geformt und gut durchhörbar.
Jürgen Scharf, Südkurier/Oberbadisches Volksblatt