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Biographie

Die Konzertorganistin, Dirigentin und Konzertkuratorin Natalia Ryabkova gehört zu den vielseitigen Musikerpersönlichkeiten ihrer Generation.

Mit technischer Brillanz, musikalischer Ausdruckskraft und großer stilistischer Offenheit begeistert sie ihr Publikum in ganz unterschiedlichen Konzertformaten. Ihr Repertoire reicht von der Musik der Renaissance bis zu Werken des 21. Jahrhunderts, wobei ihr besonderes Interesse der Orgelmusik des 19. und 20. Jahrhunderts sowie zeitgenössischen Kompositionen gilt.

Als Kantorin der Evangelischen Kirchengemeinde Botnang (Stuttgart), leitet Natalia Ryabkova die Botnanger Kantorei  sowie den Botnanger Instrumentalkreis. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Aufführung chorsinfonischer Literatur. In Zusammenarbeit mit der camerata viva Tübingen und dem Orchester ProMusica Stuttgart dirigierte sie unter anderem Mozarts Requiem, Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium, Camille Saint-Saëns' Oratorio de Noël, John Rutters Magnificat, Antonín Dvořáks Messe in D-Dur sowie Joseph Haydns Missa in tempore belli („Paukenmesse“).

Neben ihrer Tätigkeit als Organistin widmet sich Natalia Ryabkova mit großer Leidenschaft der Entwicklung neuer Konzertformate. Als künstlerische Leiterin der Konzertreihe Solitude Soirée in der Schlosskapelle Solitude bei Stuttgart kuratiert und organisiert sie jährlich rund 30 Konzerte. Das Programm verbindet renommierte Künstlerinnen und Künstler mit jungen Talenten und schlägt Brücken zwischen verschiedenen musikalischen Welten.

Ein besonderes Anliegen ist ihr dabei die Verbindung der Orgel mit anderen Instrumenten und Stilrichtungen. Gemeinsam mit namhaften Musikerinnen und Musikern entwickelt sie Crossover-Programme, die klassische Musik mit Jazz, Weltmusik und anderen Genres in einen spannenden Dialog bringen. Zu ihren regelmäßigen Bühnenpartnern zählen der Jazzsaxophonist Magnus Mehl, die Harfenistin Ekaterina Afanasieva, die SopranistinChristine Reber, sowie die Geigerin Yoshiko Kondo-Fenner. Diese genreübergreifenden Projekte eröffnen neue Perspektiven auf das Konzertformat und sprechen ein vielfältiges Publikum an.

Geboren in Jaroslawl an der Wolga, erhielt Natalia Ryabkova ihre erste musikalische Ausbildung an der Berufsfachschule für Musik bei Irina Kiseleva. Es folgten Studien an dem  Staatlichen Konservatorium Nishnij bei Tatiana Botchkova (Orgel) und Sergej Smirnov (Klavier) sowie in Kasan Staatlichen Konservatorium Kasan in der Konzertklasse von Rubin Abdullin. Ihr Aufbaustudium absolvierte sie in der Solistenklasse von Martin Sanderr an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg. Das Studium der Evangelischen Kirchenmusik schloss sie 2015 an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik in Tübingen ab.

Wichtige künstlerische Impulse erhielt sie in Meisterkursen bei Lorenzo Ghielmi, Ewald Kooiman, Guy Bovet, Jacques van Oortmerssen, Johann Trummer, Wolfgang Zerer, Ludger Lohmann, Winfried Bönig, Edgar Krapp und weiteren renommierten Organisten. Im Bereich Chorleitung wurde sie unter anderem von Christian Schmidt, Gunnar Eriksson, Wolfgang Schäfer und Morten Schuldt-Jenssen geprägt.

Von 2007 bis 2010 war Natalia Ryabkova Organistin an der Christuskirche Hemsbach, anschließend von 2012 bis 2015 an der Christuskirche Stuttgart. Von 2015 bis 2016 wirkte sie als Assistentin von Kirchenmusikdirektor Ingo Bredenbach an der Stiftskirche Tübingen.

Als Konzertorganistin gastiert Natalia Ryabkova regelmäßig in Deutschland sowie im europäischen Ausland, darunter in der Schweiz, Belgien, Luxemburg und Russland. Zahlreiche internationale Wettbewerbserfolge dokumentieren ihren künstlerischen Weg. Zu ihren Auszeichnungen zählen unter anderem der Grand Prix des Internationalen Wettbewerbs für Konzertorganisten in Kasan, erste Preise bei den Internationalen Orgelwettbewerben in Korschenbroich und Zürich, der zweite Preis beim Internationalen Philipp-Wolfrum-Wettbewerb in Heidelberg sowie mehrere DAAD-Stipendien.

Inzwischen tritt Natalia Ryabkova als Organistin, Cembalistin und Kammermusikerin in verschiedenen Städten Russlands, Deutschlands, der Schweiz, Luxemburg und Belgien auf.

 

 

Preise und Auszeichnungen:

 

  • 2005 - Preisträgerin des Sankt Petersburger Orgelwettbewerbs für   Junge Organisten (Russische Föderation)

  • 2005 - Finalistin mit Sonderpreis in Kaliningrad beim X. Internationalen Mikael Tariverdiev Orgelwettbewerb  (Russische Föderation)

  • 2006 - 2. Preis beim Internationalen Orgelwettbewerb "Helmut Bornefeld" in Heidenheim/Brenz

  • 2007 - 1. Preis beim 6. Internationalen Orgelwettbewerb in Korschenbroich

  • 2008 - 2. Preis beim 2. Internationalen Philipp-Wolfrum-Wettbewerb in Heidelberg

  • 2008 - Grand Prix beim Internationalen Wettbewerb für Konzertorganisten in Kasan (Russische Föderation)

  • 2008 - DAAD-Stipendium

  • 2009 - DAAD-Stipendium

  • 2009 - 1. Preis beim 4. Internationalen Orgelwettbewerb in Zürich (Schweiz)

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Foto:Katharina Weizel 

© 2026 Natalia Ryabkova

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